Schon gewusst?
Dim-to-Warm und Tunable White: Zwei Wege, Licht zu dimmen
Dimmen heißt nicht nur „dunkler machen“. Gute Leuchten können beim Dimmen heute auch ihre Lichtfarbe verändern. Dafür gibt es zwei Techniken: Dim-to-Warm und Tunable White. Die Namen klingen technisch, das Prinzip ist aber schnell verstanden.
Falls dir Begriffe wie Kelvin oder warmweiß noch neu sind: Im Beitrag „Lichtfarbe und Kelvin“ erklären wir die Grundlagen.
Zuerst ein Blick zurück: die Glühlampe
Früher hatten fast alle Leuchten eine Glühlampe. Wenn man sie heruntergedimmt hat, passierte etwas ganz von selbst: Das Licht wurde nicht nur dunkler, sondern auch wärmer. Am Ende leuchtete es fast so golden wie eine Kerze. Viele Menschen verbinden genau dieses Licht mit Gemütlichkeit.
Normale LEDs können das nicht. Sie werden beim Dimmen dunkler, bleiben aber in derselben Lichtfarbe. Gedimmt wirken sie deshalb oft grau und kühl. Dim-to-Warm und Tunable White lösen dieses Problem – auf zwei unterschiedliche Arten.
Dim-to-Warm: ein Regler für beides
Dim-to-Warm macht nach, was die Glühlampe früher konnte.
Du drehst den Dimmer herunter, und das Licht wird gleichzeitig dunkler und wärmer. Meist geht es von 3000K bei voller Helligkeit bis hinunter auf 1800K, also bis zum goldenen Kerzenlicht.
| 1800K · gedimmt, golden | 3000K · volle Helligkeit |
Das Gute daran: Es ist einfach. Ein Regler, keine Einstellungen, kein Nachdenken. Genauso, wie man es von früher kennt.
Die Grenze: Helligkeit und Lichtfarbe hängen fest zusammen. Helles, aber sehr warmes Licht geht nicht. Gedimmtes, aber frischeres Licht auch nicht.
Tunable White: zwei Regler, volle Kontrolle
Bei Tunable White hast du nicht einen Regler, sondern zwei – und die arbeiten unabhängig voneinander.
Regler 1 – die Lichtfarbe: Du stellst ein, welche Lichtfarbe gerade zur Situation passt. Wärmer zum Entspannen, weißer zum Arbeiten. Meist reicht der Bereich von 2200K bis 3000, 3500 oder 4000K. Wie weit es genau geht, hängt von der Platine ab, also dem Bauteil in der Leuchte, das das Licht erzeugt.
| 2200K · warm | bis 4000K · je nach Platine |
Regler 2 – die Helligkeit: Du dimmst das Licht in der Farbe, die du eingestellt hast. Die Lichtfarbe bleibt dabei genauso, wie du sie gewählt hast.
So kannst du zum Beispiel:
- morgens mit frischerem Licht in den Tag starten,
- tagsüber am Schreibtisch mit hellem, neutralweißem Licht arbeiten,
- abends warmes Licht wählen und es zusätzlich herunterdimmen.
Darum ist Tunable White für uns die höchste Form des Dimmens: Es gibt dir die meisten Möglichkeiten, genau das Licht einzustellen, das du gerade brauchst.
Gut zu wissen
- Tunable White braucht eine Steuerung, zum Beispiel über eine App oder spezielle Taster.
- Wenn du am Schreibtisch tagsüber 4000K möchtest, achte darauf, dass die Platine der Leuchte so weit reicht. Das steht im Datenblatt.
Der Unterschied auf einen Blick
| DIM-TO-WARM | TUNABLE WHITE | |
|---|---|---|
| Lichtfarbe | ändert sich automatisch beim Dimmen | stellst du selbst ein |
| Typischer Bereich | meist 1800–3000K | meist 2200K bis 3000/3500/4000K, je nach Platine |
| Helligkeit | an die Lichtfarbe gekoppelt | unabhängig von der Lichtfarbe dimmbar |
| Bedienung | ein Regler | zwei Regler, braucht Steuerung |
| Stärke | einfach, wie die alte Glühlampe | die meisten Möglichkeiten |
Was passt zu dir?
- Dim-to-Warm passt, wenn du es einfach magst und vor allem Stimmung willst – zum Beispiel am Esstisch oder im Wohnzimmer.
- Tunable White passt, wenn ein Raum für ganz unterschiedliche Situationen genutzt wird – zum Beispiel im Homeoffice oder in einem offenen Küchen-, Ess- und Wohnbereich.
Beide Techniken machen dein Licht deutlich besser als eine LED, die beim Dimmen nur dunkler wird.
Kurz zusammengefasst
- Dim-to-Warm: ein Regler, Licht wird beim Dimmen automatisch wärmer, meist 3000 bis 1800K.
- Tunable White: zwei Regler, Lichtfarbe und Helligkeit getrennt einstellbar, meist 2200K bis 3000, 3500 oder 4000K.
- Tunable White bietet die meisten Möglichkeiten und ist für uns die höchste Form des Dimmens.
Du überlegst, welche Technik in deine Räume passt? In unserer Lichtsprechstunde schauen wir gemeinsam darauf. Unabhängig in der Auswahl: Wir beraten nach Lichtqualität und Wirkung, nicht nach Marke.